Orgel St. Cyriak Freiburg-Lehen
Aus dem Buch „Historische Orgeln in Baden“ (Schnell & Steiner)
Historische Substanz: Gehäuse
Dieses flachfeldrige 4'-Gehäuse ist aus Xaver Bernauers Gehäusetyp in Kirchzarten heraus entwickelt. Trotz der breiten Außenfelder ist ihm eine gewisse Eleganz eigen, die durch die Wirkung des qualitätsvollen Dekors noch gesteigert wird.
Der Neubauvertrag mit Schuble wurde am 7. Februar 1808 abgeschlossen; Nach Vollendung des Werkes am 4. Januar 1809 werden Schuble die vereinbarten 950 fl. ausbezahlt.
Die neue elektrisch gesteuerte Orgel zählt 18 Register, 2 Manuale, Pedal
| Geschichte: Ca. 1740 Neubau durch Joh. Georg Fischer (?) | Disposition (7.2. 1808) |
Nikolaus Schuble, der 1808 die zweite Kirchenorgel für Lehen mit 11 Registern (1 Manual, Pedal) in beachtlicher Disposition erstellte, wurde (lt. Angaben von Orgeldenkmalpfleger B. Sulzmann) 1770 in Pfaffenweiler (Breisgau) geboren. Ausbildung in der Werkstatt der verwandten Orgelmacher Bernauer, Staufen. 1802 in Villingen wohnhaft. 1802 Mitarbeit am Orgelneubau Merdingen. 1805 Posaunenbaß für die Opfinger Orgel, 1811/13 Chororgel für das Freiburger Münster. Von ihm blieben nur die gut gearbeiteten Orgelgehäuse in Lehen, Horben und Kirchhofen erhalten. 1816 Freiburg.
Quellen: Pfarrakte IX. Gemeindearchiv VI, 1 (Archiv ObI. Wehrle).
Literatur: B.Sulzmann: „Quellen und Urkunden über Leben und Wirken der Orgelmachersippe Bernauer-Schuble“, in: Acta organologica 13





