Seelsorgeeinheit Freiburg West

Hl. Famile St Albert St. Cyriak

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Orgel St. Cyriak

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Orgel St. Cyriak Freiburg-Lehen

 

Aus dem Buch „Historische Orgeln in Baden“ (Schnell & Steiner)

Historische Substanz: Gehäuse
Dieses flachfeldrige 4'-Gehäuse ist aus Xaver Bernauers Gehäusetyp in Kirchzarten heraus entwickelt. Trotz der breiten Außenfelder ist ihm eine gewisse Eleganz eigen, die durch die Wirkung des qualitätsvollen Dekors noch gesteigert wird.

Der Neubauvertrag mit Schuble wurde am 7. Februar 1808 abgeschlossen; Nach Vollendung des Werkes am 4. Januar 1809 werden Schuble die vereinbarten 950 fl. ausbezahlt.

 

 

Die neue elektrisch gesteuerte Orgel zählt 18 Register, 2 Manuale, Pedal

Geschichte:

Ca. 1740       Neubau durch Joh. Georg Fischer (?)  
1776 + 1787  Reparaturen durch Joh. Baptist Hettich  
1808/9           Neubau durch Nikolaus Schuble  
1808              Verkauf der alten Orgel nach Feldkirch  
1827              Reparatur durch Gebr. Martin  
1875              Reparatur durch Fridolin Merklin  
1903              Neubau durch August Merklin  
1965              Umbau und Erweiterung durch Eugen Pfaff
 

Disposition  (7.2. 1808)  
Manual:               C-f'"  
Principal                4'  
Doublet                 2'  
Cornet                  c' 5 f.         
Bourdon                8'  
Nazart                    3'  
Flöte                      4'  
Mixtur 3 f.             1½'  
Viol de Gamba     8'  
Pedal: C-d°            
Subbaß                  16'  
Octavbaß               8'  
Trompeten -H-     8'  
­Coplung                950 fl.
 

Nikolaus Schuble, der 1808 die zweite Kirchenorgel für Lehen mit 11 Registern (1 Ma­nual, Pedal) in beachtlicher Disposition erstellte, wur­de (lt. Angaben von Orgeldenkmalpfleger B. Sulzmann) 1770 in Pfaf­fenweiler (Breisgau) geboren. Ausbildung in der Werkstatt der verwandten Orgelmacher Bernauer, Staufen. 1802 in Villingen wohnhaft. 1802 Mitarbeit am Orgelneubau Merdingen. 1805 Posaunenbaß für die Opfinger Orgel, 1811/13 Chororgel für das Freiburger Münster. Von ihm blieben nur die gut gearbeiteten Orgelgehäuse in Lehen, Horben und Kirchhofen erhalten. 1816 Freiburg.


Quellen:  Pfarrakte IX. Gemeindearchiv VI, 1 (Archiv ObI. Wehrle).

Literatur: B.Sulzmann: „Quellen und Urkunden über Leben und Wirken der Or­gelmachersippe Bernauer-Schuble“, in: Acta organologica 13